Die Hemmessener Hütte

............am Rotweinwanderweg der Ahr............

Hüttengeschichte

 

Mit dem Bau der Hütte wurde im Jahr 1978 von der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler unter tatkräftiger Mithilfe der Bürgergesellschaft HEMMESSEN begonnen. 1979 wurde sie nach Fertigstellung offiziell eingeweiht und an die Bürgergesellschaft HEMMESSEN verpachtet, die sie seither betreibt..

  

Kleine Hüttengeschichte

 anlässlich des 35-jährigen Jubiläums

der Hemmessener Hütte im Jahre 2014

35 Jahre steh ich jetzt, meine Bauzeit betrug 11 Monate, die Baukosten beliefen sich ohne Außenanlagen auf insgesamt 210.000 DM, davon kamen ca. 36.000 DM in Form von Material und Arbeitsleistung von der Bürgergesellschaft HEMMESSEN.  Weitere 70.000 DM schluckten die Außenanlagen.

Zu meiner lang ersehnten Einweihung kam viel Prominenz und es wurde zünftig  gefeiert. Schultes Albert Mick hieß unter anderem Regierungspräsident Heinz Korbach, in Vertretung des Landrats den 1. Kreisdeputierten und Landtagsabgeordneten Karl Deres, Bürgermeister Rudolf Weltken, den ersten Beigeordneten Winfried Schneider sowie das Ehrenmitglied P.A.Schmitt willkommen, bevor das Stadtoberhaupt Bürgermeister Rudolf Weltken meinen Werdegang in 190 m Höhe oberhalb der Heerstraße auf dem „Licher Berg“ schilderte. Ich wurde gebaut um das gesellschaftliche Leben zu aktivieren und zu kultivieren, aber auch um das Freizeitangebot zu verbessern. Deshalb wurde der Bau auch von allen Behörden unterstützt und gefördert.

In all den Jahren sahen ich viele Gäste kommen, gab unzähligen Geburtstagen, Firmenfeiern und sogar  Hochzeiten den würdigen Rahmen. Almauftriebe, Heide-Feste, Vatertags-Feste, Bürger-Feste, Wandertreffs, Erntedank-Feste, Weinlese-Feste, Oktober-Feste, Almabtriebe und nicht zu vergessen Silvester wurden bei mir gefeiert. Einige Male haben mich Vandalen besucht, die großen Schaden anrichteten. Schon 3 Jahre nach meiner Geburt wurde ich als zu klein befunden und ich erhielt einen Anbau und einen Vorratsraum, später kam noch ein Materiallager(Zwinger) dazu.

Konnte man mich die ersten Jahre von weitem und aus der Kreisstadt, sogar von Ahrweiler aus sehen, so wuchs ich im Laufe der Jahre zu wie das Schloss von Dornröschen, zwar nicht mit einer undurchdringlichen Dornenhecke, aber mit Hecken, die so hoch waren, das ich nicht mehr ins Tal blicken konnte, aus dem Tal nicht mehr zu sehen war und Wanderer, nichts ahnend von meinen inneren Werten, an mir vorbei gingen. Dies hat mich über die Jahre mehr und mehr belastet. Meine Schönheit war nicht mehr für jedermann zu sehen. Doch dann plötzlich, anlässlich meines 25. Geburtstages im Jahre 2004 begann das Wunder, ich wurde runderneuert und erhielt eine Wärmedämmung und eine neue Innenverkleidung.

Drei Jahre später, im Jahre 2007,  wurde ich endlich an die Kanalisation angeschlossen, die mich verdeckenden Hecken wurden entfernt, und siehe da, durch die „Entheckung“ gab es wieder den wundervollen Panoramablick, den viele solange vermissten. Ein Jahr später, 2008, wurde der "Hüttensteig" gebaut......und es ging weiter, eine gute Fee kam und nahm sich des kargen hässlichen Hanges an, errichtete Steinmäuerchen und bepflanzte den Hang mit herrlichen Blumen und Gewächsen. Seither kümmert sich diese gute Fee in  liebevoller Weise um meine wundervollen Außenanlagen.

Jetzt bin ich 35 Jahre und fühle mich wie „neugeboren“, alle Wanderer bleiben stehen, bewundern meinen herrlichen Steingarten und genießen den unvergleichlichen Panoramablick über das Ahrtal. Im nächsten Jahr werde ich 40 Jahre alt...wer weiß, was mich dann noch erwartet. (Verfasser Friedrich Moßmann)