Hüttengeschichte
Vorwort:
Mit dem Bau der Hütte wurde im Jahr 1978 von der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler unter tatkräftiger Mithilfe der Bürgergesellschaft HEMMESSEN begonnen. 1979 wurde sie nach Fertigstellung offiziell eingeweiht und an die Bürgergesellschaft HEMMESSEN verpachtet, die sie seither betreibt..
Kleine Hüttengeschichte anlässlich des 45-jährigen Jubiläums der Hemmessener Hütte im Jahre 2024
Meine Geschichte – 45 Jahre Hütte am Licher Berg
Seit nunmehr 45 Jahren stehe ich hier oben, auf rund 190 Metern Höhe über der Heerstraße, am traditionsreichen Licher Berg. Wind, Sonne, Regen und Schnee haben mich begleitet. Unter mir breitet sich das Ahrtal aus – mal in sanftes Morgenlicht getaucht, mal im goldenen Abendrot glühend. Ich bin Teil dieser Landschaft geworden und zugleich ein Stück gelebte Geschichte der Bürgergesellschaft Hemmessen.
Meine Anfänge – gebaut aus Gemeinschaft
Meine Entstehung begann vor mehr als vier Jahrzehnten – mit einer Idee, mit Mut und vor allem mit viel Herzblut. In nur elf Monaten Bauzeit wuchs ich Stein für Stein empor. Die Baukosten beliefen sich auf rund 210.000 DM, hinzu kamen weitere 70.000 DM für meine Außenanlagen.
Besonders stolz bin ich auf die Bürgergesellschaft Hemmessen: Rund 36.000 DM wurden in Form von Materialspenden und unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit beigesteuert. Ich bin nicht einfach nur gebaut worden – ich bin aus Gemeinschaft entstanden, getragen von der Bürgergesellschaft und ihren engagierten Mitgliedern.
Eine feierliche Geburt
Meine Einweihung war ein Tag voller Freude und Stolz. Schultes Albert Mick begrüßte unter anderem Regierungspräsident Heinz Korbach, den Ersten Kreisdeputierten und Landtagsabgeordneten Karl Deres, Bürgermeister Rudolf Weltken, den Ersten Beigeordneten Winfried Schneider sowie das Ehrenmitglied P. A. Schmitt.
Bürgermeister Rudolf Weltken schilderte meinen Werdegang und betonte meine Bestimmung: Ich sollte ein Ort der Begegnung sein – ein Platz für Geselligkeit, Kultur und Erholung.
Ein Ort voller Leben
Ich habe gelacht mit meinen Gästen.
Ich habe Musik gehört, Gläser klingen lassen und Kinder spielen sehen.
Geburtstage, Hochzeiten, Firmenfeiern – hier wurden Erinnerungen geschaffen. Almauftriebe, Heidefeste, Vatertags-Feiern, Bürgerfeste, Wandertreffen, Erntedankfeste, Weinfeste, Oktoberfeste, Almabtriebe und stimmungsvolle Silvesterabende prägten mein Leben – organisiert und getragen von der Bürgergesellschaft und der Bürgergesellschaft Hemmessen.
Mehrfach wurde ich Opfer von Vandalismus. Doch immer wieder fanden sich engagierte Helfer aus der Bürgergesellschaft, die mich reparierten und mir neuen Glanz schenkten.
Wachstum und Wandel
Schon drei Jahre nach meiner Fertigstellung wurde ich erweitert. Ein Anbau, ein Vorratsraum, später ein Materiallager und ein Holzlager kamen hinzu.
In meinen frühen Jahren war ich weithin sichtbar – sogar von Ahrweiler aus. Doch mit der Zeit wurde ich von hohen Hecken umgeben und fast verborgen. Viele Wanderer gingen an mir vorbei, ohne mich wahrzunehmen.
Das machte mich traurig.
Ein neues Erwachen
Zu meinem 25. Geburtstag im Jahr 2004 begann meine Wiedergeburt. Ich erhielt eine umfassende Renovierung, moderne Wärmedämmung und eine neue Innenverkleidung.
Im Jahr 2007 folgte der Anschluss an die Kanalisation. Gleichzeitig wurden die hohen Hecken entfernt – und der freie Blick über das Ahrtal kehrte zurück.
Im Jahr 2008 wurde der Hüttensteig gebaut und machte den Weg zu mir noch attraktiver.
Kurz darauf trat eine wahre „gute Fee“ in mein Leben. Mit viel Liebe gestaltete sie den Hang, errichtete Steinmauern und bepflanzte ihn mit Blumen und Stauden. Bis heute pflegt diese „gute Fee“ meine Außenanlagen mit großer Hingabe – stets unterstützt von der Bürgergesellschaft Hemmessen.
Verschönerung für die Zukunft
Im Jahr 2018 setzte der damalige Schultes Friedrich Moßmann einen wichtigen Meilenstein. Der Hang unterhalb des Spielplatzes wurde neu gestaltet. Gemeinsam mit dem Bauhof der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler entstand das Fundament für eine Trockenmauer.
Die Planung übernahm Dieter Bäuml, der bereits beim Hüttensteig mitgewirkt hatte. Mit Mitgliedern der Bürgergesellschaft und der Bürgergesellschaft Hemmessen entstand in vielen Arbeitsstunden eine beeindruckende Trockenmauer.
Seit 2019 ist sie vollendet. Wieder war die „gute Fee“ zur Stelle und bepflanzte die Anlage mit Bodendeckern und Rosen.
Heute – lebendig wie eh und je
Heute bin ich 45 Jahre alt – und fühle mich jünger denn je.
Wanderer bleiben stehen, machen Fotos, bewundern meinen Steingarten, die Trockenmauer mit ihrem Rosengarten und genießen den unvergleichlichen Blick über das Ahrtal.
Ich bin Treffpunkt, Ruheort, Veranstaltungsort und Aussichtspunkt zugleich – ein Stück Heimat für viele Menschen, getragen von der Bürgergesellschaft und der Bürgergesellschaft Hemmessen.
In drei Jahren werde ich 50 Jahre alt.
Und ich freue mich auf alles, was noch kommt:
auf neue Feste, neue Geschichten und neue Generationen.
(Verfasser: Friedrich Moßmann, 2014/2024)
Meine Geschichte – 45 Jahre Hütte am Licher Berg
Seit nunmehr 45 Jahren stehe ich hier oben, auf rund 190 Metern Höhe über der Heerstraße, am traditionsreichen Licher Berg. Wind, Sonne, Regen und Schnee haben mich begleitet. Unter mir breitet sich das Ahrtal aus – mal in sanftes Morgenlicht getaucht, mal im goldenen Abendrot glühend. Ich bin Teil dieser Landschaft geworden und zugleich ein Stück gelebte Geschichte der Bürgergesellschaft Hemmessen.
Meine Anfänge – gebaut aus Gemeinschaft
Meine Entstehung begann vor mehr als vier Jahrzehnten – mit einer Idee, mit Mut und vor allem mit viel Herzblut. In nur elf Monaten Bauzeit wuchs ich Stein für Stein empor. Die Baukosten beliefen sich auf rund 210.000 DM, hinzu kamen weitere 70.000 DM für meine Außenanlagen.
Besonders stolz bin ich auf die Bürgergesellschaft Hemmessen: Rund 36.000 DM wurden in Form von Materialspenden und unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit beigesteuert. Ich bin nicht einfach nur gebaut worden – ich bin aus Gemeinschaft entstanden, getragen von der Bürgergesellschaft und ihren engagierten Mitgliedern.
Eine feierliche Geburt
Meine Einweihung war ein Tag voller Freude und Stolz. Schultes Albert Mick begrüßte unter anderem Regierungspräsident Heinz Korbach, den Ersten Kreisdeputierten und Landtagsabgeordneten Karl Deres, Bürgermeister Rudolf Weltken, den Ersten Beigeordneten Winfried Schneider sowie das Ehrenmitglied P. A. Schmitt.
Bürgermeister Rudolf Weltken schilderte meinen Werdegang und betonte meine Bestimmung: Ich sollte ein Ort der Begegnung sein – ein Platz für Geselligkeit, Kultur und Erholung.
Ein Ort voller Leben
Ich habe gelacht mit meinen Gästen.
Ich habe Musik gehört, Gläser klingen lassen und Kinder spielen sehen.
Geburtstage, Hochzeiten, Firmenfeiern – hier wurden Erinnerungen geschaffen. Almauftriebe, Heidefeste, Vatertags-Feiern, Bürgerfeste, Wandertreffen, Erntedankfeste, Weinfeste, Oktoberfeste, Almabtriebe und stimmungsvolle Silvesterabende prägten mein Leben – organisiert und getragen von der Bürgergesellschaft und der Bürgergesellschaft Hemmessen.
Mehrfach wurde ich Opfer von Vandalismus. Doch immer wieder fanden sich engagierte Helfer aus der Bürgergesellschaft, die mich reparierten und mir neuen Glanz schenkten.
Wachstum und Wandel
Schon drei Jahre nach meiner Fertigstellung wurde ich erweitert. Ein Anbau, ein Vorratsraum, später ein Materiallager und ein Holzlager kamen hinzu.
In meinen frühen Jahren war ich weithin sichtbar – sogar von Ahrweiler aus. Doch mit der Zeit wurde ich von hohen Hecken umgeben und fast verborgen. Viele Wanderer gingen an mir vorbei, ohne mich wahrzunehmen.
Das machte mich traurig.
Ein neues Erwachen
Zu meinem 25. Geburtstag im Jahr 2004 begann meine Wiedergeburt. Ich erhielt eine umfassende Renovierung, moderne Wärmedämmung und eine neue Innenverkleidung.
Im Jahr 2007 folgte der Anschluss an die Kanalisation. Gleichzeitig wurden die hohen Hecken entfernt – und der freie Blick über das Ahrtal kehrte zurück.
Im Jahr 2008 wurde der Hüttensteig gebaut und machte den Weg zu mir noch attraktiver.
Kurz darauf trat eine wahre „gute Fee“ in mein Leben. Mit viel Liebe gestaltete sie den Hang, errichtete Steinmauern und bepflanzte ihn mit Blumen und Stauden. Bis heute pflegt diese „gute Fee“ meine Außenanlagen mit großer Hingabe – stets unterstützt von der Bürgergesellschaft Hemmessen.
Verschönerung für die Zukunft
Im Jahr 2018 setzte der damalige Schultes Friedrich Moßmann einen wichtigen Meilenstein. Der Hang unterhalb des Spielplatzes wurde neu gestaltet. Gemeinsam mit dem Bauhof der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler entstand das Fundament für eine Trockenmauer.
Die Planung übernahm Dieter Bäuml, der bereits beim Hüttensteig mitgewirkt hatte. Mit Mitgliedern der Bürgergesellschaft und der Bürgergesellschaft Hemmessen entstand in vielen Arbeitsstunden eine beeindruckende Trockenmauer.
Seit 2019 ist sie vollendet. Wieder war die „gute Fee“ zur Stelle und bepflanzte die Anlage mit Bodendeckern und Rosen.
Heute – lebendig wie eh und je
Heute bin ich 45 Jahre alt – und fühle mich jünger denn je.
Wanderer bleiben stehen, machen Fotos, bewundern meinen Steingarten, die Trockenmauer mit ihrem Rosengarten und genießen den unvergleichlichen Blick über das Ahrtal.
Ich bin Treffpunkt, Ruheort, Veranstaltungsort und Aussichtspunkt zugleich – ein Stück Heimat für viele Menschen, getragen von der Bürgergesellschaft und der Bürgergesellschaft Hemmessen.
In drei Jahren werde ich 50 Jahre alt.
Und ich freue mich auf alles, was noch kommt:
auf neue Feste, neue Geschichten und neue Generationen.
(Verfasser: Friedrich Moßmann, 2014/2024)